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Magstadter Mitteilungsblatt vom 18. August 2006 / Rubrik Parteien
Bürger für Bürger

"Rathaus-Eck": Es ist ernst

Viele Magstadter haben auf die BFM-Veröffentlichung im letzten Mitteilungsblatt, dass das "Rathaus-Eck" bleiben soll wie es ist, mit Unverständnis, ja Fassungslosigkeit reagiert. Das "Rathaus-Eck" nicht zu entschärfen, obwohl der Adler heute der Gemeinde gehört, wäre wohl die größte kommunalpolitische Sünde unserer Ortsgeschichte.

Manch einer mag gerade deshalb glauben: "Das machen die nie." Aber die Situation ist ernst: Wie die Sindelfinger Zeitung am 26. Juli berichtete, haben sich bereits beide Gemeinderats-Ausschüsse (also der gesamte Gemeinderat) in einer nichtöffentlichen Sitzung mehrheitlich für eine Empfehlung ausgesprochen, die den Erhalt der Engstelle zwischen Rathaus und Adler vorsieht. Die Vorarbeiten sind also getan: Kommt das Thema nach der Sommerpause in den Gemeinderat, wird nach heutigem Stand der Dinge eine Mehrheit die Zementierung des "Rathaus-Ecks" auf Jahre hinaus be- schließen.

Dafür genügt ein einfacher Kaufvertrag mit einem Investor, der den Adler übernimmt. Für diese folgenschwere Entscheidung muss die Gemeinde nicht auf die Fertigstellung der B464 oder der S60 warten. Wird der Adler verkauft, hat die Gemeinde keinerlei Gestaltungsfreiheit mehr.

Die Folgen der derzeitigen Politik wären fatal: Wer künftig vom Mühlbergle zum neuen Edeka-Markt fährt, muss weiterhin am "Rathaus-Eck" vorbei und danach zwischen den auf der Maichinger Straße parkenden Autos (diese Parkplätze sind ebenfalls bereits geplant) Slalom fahren. Wir sehen in einer solchen Lösung keine "Verkehrsberuhigung", sondern die Ursache für erneuten Stop-and-Go-Verkehr, der Lärm, Gestank und Schadstoffe verursacht. Wenn der Durchgangsverkehr nach dem Bau der B464 draußen ist, machen wir Magstadter uns so selbst das Leben schwer. Daher darf die Gemeinde unserer Auffassung nach den Adler nicht hergeben.