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Aus unserem Live-Forum vom 30.08.-31.12.2021
Die Beiträge stellen die Meinung der jeweiligen Verfasser dar.

RE: Götterdämmerung in der Mobilität
von Merlin_on am 28 Dec. 2021 15:53
Vielleicht doch bitte einmal kurz bei den Fakten bleiben und von erfundenen Behauptungen wegkommen. Und was genau ist das für eine Überschrift?

Deutschland hat alleine 2020 über 20 TWh Energie ins Ausland exportieren (müssen), da der Strom nicht abgenommen werden konnte. Teilweise zahlt man den Ländern sogar noch Geld dafür, dass sie es uns abnehmen.

So viel zu "Strommengen".

Und dann vielleicht nochmal kurz überlegen: wie viel fährt man denn jeden Tag? Der Durchschnittsdeutsche fährt 40 km am Tag. Das entspricht we[BAD] als 10 kWh elektrisch. Das kann locker und ohne Probleme auch mit geringer Leistung von 2-4 kW über Nacht nachgeladen werden, ohne dass das Netz Probleme bekommt. Natürlich ist die fluktuierende Erzeugung ein Problem aber auch hier sind oder werden Lösungen gefunden.

ReFuels mögen eine Chance sein aber auch da gilt, dass doch 60-70 % einfach nur aufgrund des schlechten Wirkungsgrades ver[BAD]t und sinnlos Wärme erzeugt. Solange in DE Braunkohle verbrannt wird natürlich ein schlechter Vergleich, aber die meisten Leute haben nicht auf dem Schirm wie viel Energie mit einem Verbrenner sinnlos verballert wird.

Also, einmal kurz durchatmen und an morgen denken.

Bis dann.

RE: Götterdämmerung in der Mobilität
von Team 2020 am 28 Dec. 2021 18:04
gerne bleiben wir bei den Fakten.

Aufgrund des sehr komplexen Themas hier nur die wichtigsten Punkte:

Fakt ist, die Stromleitung vom Norden in den Süden, um die erzeugte Energie an den Ort des Bedarfs zu bringen, fehlt noch. Deshalb werden die Überschüsse sogar gegen Zahlungen an Abnehmern im Ausland überlassen.

Die Politik prognostiziert (besser: hätte gerne) dass bis 2030 50% des Fahrzeugbestands ( rund 45 Mio.) elektrifiziert sind. Heute sind es gerade einmal 500.000 Fahrzeuge.. Das genannte Rechenbeispiel ist deshalb wenig realistisch. Bei der heutigen Planung wollen wir doch in die Zukunft schauen oder nicht?

Über die ökonomischen Vorteile braucht nicht diskutiert werden, aber diese müssen auch umsetzbar sein. Siemens und Porsche bauen bereits die erste Versuchsanlage für Wasserstoff in Chile. Dort weht der Wind heftig und beständig, damit Wasserstoff produziert werden kann. Beim ersten Benz wurde das Benzin auch in der Apotheke zu Spitzenpreisen gekauft.

Was Wasserstoffherstellung angeht, sind die Norweger schon wesentlich weiter. Dort braucht es auch keinen Druck mehr im Tank.

Die Industrie wird in den nächsten Jahrzehnten nach und nach auf Wasserstoff umstellen (z.B. Stahlerzeugung).

Heizungen in den Haushalten werden weitgehenst elektrifiziert.

Ab 2022 werden die deutschen Atomkraftwerke vom Netz gehen. Der Anteil an der Stromerzeugung soll noch 14% betragen, und zwar als Grundlast!

Aber was soll's. Bei Ihnen kommt der Strom ja immer aus der Steckdose, da braucht man sich keine derartigen Gedanken machen.

Sirenenförderprogramm - Schon Antrag gestellt?
von Team 2020 am 22 Dec. 2021 12:24

Um die Warnung der Bevölkerung in Deutschland zu stärken, stellt die Bundesrepublik Deutschland im Rahmen des Konjunktur- und Krisenbewältigungspaketes 2020 bis 2022 Mittel für die Förderung der Sireneninfrastruktur und die Einbindung in das Modulare Warnsystem (MoWaS) in den Jahren 2021 und 2022 bereit.

HomePage Sirenenförderprogramm

Land fördert Hochwasserrückhaltebecken
von Team 2020 am 17 Dec. 2021 15:17
Das Land fördert den Bau des Hochwasserrückhaltebecken Wolfental am Rotbach in Biberach an der Riß mit mehr als 2,36 Millionen Euro. Die Stadt Biberach packt diese wichtige Aufgabe Hochwasserschutz und Starkregen-Management konsequent an.

Laufend kann man über die Förderung von Hochwasserschutz lesen. Das geschieht in der Regel ohne eine Verknüpfung mit irgendwelchen Tangenten. Wann ist es in Magstadt endlich soweit?

Weiter mit Link unten!

HomePage Land fördert Hochwasserrückhaltebecken

Geld für Osttangente
von Team 2020 am 10 Dec. 2021 19:15
"Im Haushaltsplan 2021 waren 150.000 Euro Nr die Bauleitplanung eingestellt. Davon stehen nur noch rund 12.000 Euro zur Verfügung.

Der Grund: überplanmäßige Ausgaben im Zusammenhang mit den sehr komplexen und umfangreichen Stellungnahmen zum Bebauungsplan

"Osttangente". Deswegen stockte der Gemeinderat das Budget um bis zu 50.000 Euro auf.“

Dazu bleibt zu sagen:

> Wie viel Geld muss für diese überflüssige Baumaßnahme noch verschwendet werden?

> Der Bürger verfügt nicht über solche fast unbegrenzten Mittel wie die Gemeinde, um seine berechtigten Interessen rechtlich durchzusetzen.

> Mehr Geldverschwendung und Ungleichheit im Rechtssystem gegenüber Bürgern geht wohl kaum noch!

Verloren hat der, der sich am wenigsten gegen einen solchen Unsinn wehrt oder wehren kann. Das fängt schon bei der Trassenführung an.

So geht Planung heute!

Klimaschutz im windigen Magstadt?
von Team 2020 am 30 Nov. 2021 11:36
Der Verband der Region Stuttgart umfasst die Landkreise um Stuttgart herum, also Böblingen, Ludwigsburg, Waiblingen, Göppingen und Eßlingen. Er veröffentlichte in den Lokalzeitungen eine Karte, die zeigt, wo der Wind wirtschaftlich sinnvoll zur Stromgewinnung genutzt werden kann. Fast alle Standorte liegen im Bergland der Kreise Waiblingen und Göppingen. Im Kreis Böblingen sind es nur zwei: in Weissach an der Kreisgrenze und in Magstadt 200 Meter westlich der Tankstelle „Sindelfinger Wald“ an der Autobahn A 8.

In diesem Forum ist schon oft darauf hingewiesen worden, das beim Magstadts Ortsklima Westwind aus den Schwarzwaldhöhen über Nagold und Enz vorherrschend ist und Magstadt ursprünglich damit bestens versorgt war. Ab 1920 wurde aber vom Steinbruch an der Ihinger Straße durch Sprengungen und Deponieverfüllungen viel Staub über dem Ort verweht. Dazu zwängten sich bis zu 500 Steinbruchlaster täglich durch den Rathausengpass. Magstadt wurde zusammen mit dem Stuttgarter Pragsattel zum „deutschen Meister“ in der Luftverschmutzung. Nach dem Abbruch des Gasthauses „Adler“ wollte das Land Baden-Württemberg den Engpass zur Verflüssigung des Verkehrs beseitigen. Bürgermeister Merz empfahl aber dem Gemeinderat, den Engpass beizubehalten. Damit wollte er die Straßenanlieger an Weilemer und Neuer Stuttgarter Straße zur Schließung der Hölzertalstraße beeinflussen. Die direkte Zufahrt nach Stuttgart (19 km) war die historische Poststraße von Stuttgart nach Calw.

Ein Bürgerentscheid 2008 verhinderte diese gemeindeschädliche Aktion, wurde aber in enger Zusammenarbeit mit dem Landrat Maier nach drei Jahren Schamfrist aufgehoben. Dies gelang, weil die stärkste Fraktion der „Bürger für Magstadt“ (BFM) zwei stellvertretende Bürgermeister der CDU und die beiden Gemeinderäte der Grünen aus Protest ihre Ämter zur Verfügung stellten. Am 20. April 2004 wurde der Beschluss gefasst, den erschöpften und aufgegebenen Steinbruch Ezel im Renninger Breitlaub für das Magstadter Schotterwerk der Firma NSN wieder zu aktivieren. Der Renninger und Magstadter Gemeinderat hatten die Forderung des Landes Baden-Württemberg abgelehnt, den Breitlaubwald als FFH-Naturschutzgebiet der EU nach Brüssel zu melden.

Aus 36 Hektar wurden so zusammen mit der Recycling-Anlage Fischer über 100 Hektar Steinbruch- und Deponiefläche. Die wichtige Verkehrsführung für das Schotterwerk in Richtung Nord-Süd und Ost zur Baustelle Stuttgart 21 war schon vorbereitet. Als Ersatzautobahn für die ursprüngliche Autobahnspange A 81 Leonberg-Gärtringen wurde entgegen den Einwänden von Maichinger und Magstadter Bürgerinitiativen die ortsnahe B 464 ausgewiesen, als Fehlplanung heute anerkannt. Danach übernahm Bürgermeister Merz das sogenannte „Magstadter Verkehrskonzept“, das der frühere Renninger Bürgermeister Maier vom Chefplaner des Regionalverbands drei Jahre vor dem Amtsantritt von Merz ausarbeiten ließ. Die frühere Ost-West-Verbindung nach Stuttgart (Baustelle Stuttgart 21) wurde von der Maichinger Markungsgrenze als Südtangente an den Magstadter Ortsrand gedrückt. Das großflächige Potenzial zur Nutzung der 60 Meter tiefen Muschelkalkbänke und entstehenden Deponiehöhen von 90 Metern wird so zu einem milliardenschweren Geschäft.

Seit diesem Jahr ist im Gespräch: Das Gesamtareal wird von Landrat Roland Bernhard als Kreisdeponie favorisiert, keine der anderen Kreisgemeinden will sie haben.

Es ist völlig unverständlich, dass in Zeiten, in denen Klimaschutz zum obersten Thema der Republik geworden ist, die Böblinger Landräte und Kreisräte, das Regierungspräsidium und die Chefplaner des Regionalverbands sich noch nie Gedanken über die Auswirkungen eines zwei Kilometer langen Bergrückens vom Planbachtal bis zum Döffinger Holz gemacht haben. Auf Empfehlung des Umweltdezernenten Zenger vom Landratsamt wird dieser neue Bergrücken 30 Meter über die ursprüngliche Geländehöhe hinaus aufgeschüttet werden. Er wird die Frischluftzufuhr für Magstadt aus dem Westen weitgehend unterbinden. Für das am Standort Sindelfinger Wald vorgesehene Windrad könnte die Geländesperrmauer die notwendige Windkraft so sehr mindern, dass keine wirtschaftlich sinnvolle Stromgewinnung gegeben ist. Der Sperrriegel im Westen und die für das Windrad geplante Stelle im Osten liegen nämlich beide 505 Meter ü. NN. Steht darum im Plan des Regionalverbands „vorläufig zurückgestellt“?

RE: Klimaschutz im windigen Magstadt?
von Team 2020 am 30 Nov. 2021 23:47
Das könnte spannend werden, wenn der auf eine supergute Presse erpichte Landrat Bernhard mit seiner zwei Kilometer langen und 30 Meter hohen Kreisdeponie auf der Westflanke Magstadts dem Windrad an der Tankstelle „Sindelfinger Wald“ (A 8) den Wind buchstäblich aus den Segeln nimmt. Es wäre ja zunächst das einzige in seinem rückständigen Landkreis Böblingen.

RE: Die Osttangente verschärft die Hochwassergefahren im Planbach
von Team 2020 am 27 Nov. 2021 17:24
Auch in Magstadt gab es wiederholt Starkregen mit Überschwemmungen.

Das Video unter dem Link zeigt die Probleme auf, die heute eine Umsetzung des Hochwasserschutzes schwierig machen.

In Magstadt wird die Problematik noch verschärft, da die Planung mit dem Bau der Osttangente verknüpft wird. Eine Situation, bei welcher der Bau einer Tangente mit Hochwasserschutz verbunden wird, um die diese völlig überflüssige Tangente durchzudrücken.

Solche Methoden werden in der Politik öfters erpresserisch für die Zustimmungen zu einem Gesamtprojekt angewandt, sprechen aber nicht einem gesunden Verantwortungsbewusstsein.

HomePage Beitrag im NDR TV

Die Osttangente verschärft die Hochwassergefahren im Planbach
von Team 2020 am 17 Nov. 2021 12:05
Die Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler Brigitte Armbruster, die sich wieder zur ersten stellvertretenden Bürgermeisterin hochgepusht hat, behauptet wider besseres Wissen weiterhin, die Gemeinde Magstadt könne ohne Osttangente ihre über zwei Jahrzehnte vernachlässigten Hochwasserschutzmaßnahmen nicht in Angriff nehmen.

Doch dem Gemeinderat und den Magstadter Bürgern ist längst bekannt, dass dieses überflüssige Straßenstück die Hochwassergefahren entlang des ganzen Planbachs von der Hutwiesenstraßenbrücke im Osten bis zum Westende des Orts unterhalb der Brühlstraße wesentlich verschärft.

Den Beweis dafür hat kurz nach Fertigstellung der Südtangente der zweimalige Starkregen 2013 bereits geliefert. Von der Maichinger Markungsgrenze wurde über die Laushalde herab deren Fahrbahn zur Wasserrutsche. Die beidseitigen mickrigen Straßengräben und Versickerungslöcher können die Fluten nicht verkraften. In den Retentionswiesen des Erbachgrundes wurde die Fahrbahn überflutet, für längere Zeit unbefahrbar und der Straßendamm beschädigt. Noch viel stärker wird es im Planbachtal zugehen. Verstärkt durch zusätzliche Abwässer aus dem Sportgelände „Buchen“, werden die Niederschlagswässer dort nicht versickern, sondern aus der vier Meter tief in den Gollenberghang eingegrabenen Steilkurve heraus das völlig unterdimensionierte Straßendämmchen der Hutwiesenstraße überfluten. Das dort geplante Hochwasserrückhaltebecken kann von dem im Hölzertal anfallenden 60 000 Kubikmeter Starkregen nur 15 000 Kubikmeter aufnehmen. Die restlichen 45 000 Kubikmeter laufen also über und verursachen an den Brücken-Engpässen im Ort überall Überschwemmungen.

Die Merzsche Idee, unter diesen Umständen oberhalb der Hutwiesenstraße mit einem Wohngebiet in der Eichenstraße und Industriehallen im Hölzertal sogar noch weitere Flächen zu versiegeln, um auch deren Abwässer in einer ökologischen Ausweitung des Planbachs zwischen Planstraße und dem Kindergarten „Brunnenstraße“ zu verstrudeln, ist geradezu abenteuerlich. Der regionale Planungsverband hat diese Fehlplanungen bereits abgelehnt.

Es wird höchste Zeit für das Landratsamt (Wasserwirtschaftsamt) als Aufsichtsbehörde, Fehllokationen wie die Wanner-Siedlung in den Retentionswiesen des Erbachs zum Schutz der Magstadter Bevölkerung nicht mehr zu genehmigen.

RE: Die Osttangente verschärft die Hochwassergefahren im Planbach
von Team 2020 am 17 Nov. 2021 12:34
Ein Beispiel wie ein Hochwasserrückhaltung aussehen kann und wie diese technisch verwirklicht wird im unten genannten Link.

Die dargestellten Dämme und darauf angelegte Wege dienen rein zu Kontrollfahrten!

Natürlich sind diese Größenordnungen in Magstadt nicht notwendig, aber Anregungen können schon daraus gezogen werden.

HomePage Hochwasserrückhaltebecken

Freie Wähler und Osttangente
von Team 2020 am 12 Nov. 2021 11:42
Die FW halten den Bau der Osttangente für notwendig, damit

- die Hochwasserrückhaltebecken Planbach, Erbach, Stützen gebaut werden können.

Das ist Nonsens! Alle Vorhaben entfalten Wirkung unabhängig voneinander.

Die ständigen Wiederholungen und die Publizierung auf ihrer Webseite ändern daran auch nichts.

RE: Freie Wähler und Osttangente - Fragwürdiger Vergleich
von picker am 13 Nov. 2021 15:47
Inhalt: Instandhaltung, Pflege und Winterdienst im
Vergleich sind bei den FW ohne Osttangente mit
Euro 40.000 und mit Euro 20.000 für den
Winterpflegedienst jährlich angesetzt.

Dazu bleibt anzumerken:

Obwohl in der ersten Zeit "keine
Instandhaltungskosten" anfallen, müssen in einem
Doppikhaushalt jährl. Rücklagen für die Abnutzung
gebildet werden, damit am Ende der Nutzungsdauer
ausreichend Mittel zur Verfügung stehen, um
Objekte zu sanieren oder neu zu erstellten. Es
entstehen also Kosten, wenn auch kein
Liquiditätsabfluss. Damit möchte der Gesetzgeber
verhindern, dass undiszipliniert Geld ausgegeben
wird, welches später beim Ersatz fehlt.

Die Instandhaltungskosten der Hölzertalstraße mit
Euro 40.000.— und die Winterdienst-Pflege mit
Euro 20.000.--, (jeweils jährlich) hat die
Gemeinde sich selbst eingebrockt. Das Land hat
auch einmal in Verhandlungen angeboten, diese Straße
im Status einer Landesstraße zu belassen, aber die
Gemeinde wollte unbedingt die „Lufthoheit“ über
diese Straße erlangen. Das kostet jetzt die
Gemeinde entsprechend was. Solche überflüssigen
Geldausgaben muss man sich leisten können.

Die Gesamtkosten über 10 Jahre mit Euro 500.000,--
und 50.000,-- für Hölzertalstraße/Osttangente kann
man glatt vergessen, da diese hausgemacht sind.

Einmal bestehen keine Erfordernisse für eine
Osttangente und die Zufahrt zum Gewerbegebiet Ost
ist durch die Hölzertalstraße gegeben.

Eine intelligente Politik sieht anders aus. In diesem Forum
werden die Themen Osttangente und Hölzertalstraße
ausreichend diskutiert. Ich habe mich deshalb nur auf die
genannten FW-Darstellungen beschränkt.

RE: Freie Wähler und Osttangente - Fragwürdiger Vergleich
von Team 2020 am 16 Nov. 2021 12:23
Bau und Sanierungskosten im Vergleich
An Genauigkeit sind die Zahlen auf dieser Webseite wohl kaum mehr zu überbieten:
„3,6 Mio bis 6,8 Mio (zzgl. Krötentunnel)“

Vergleich mit einer solchen Spanne von 89% als Vergleichswert? Mahlzeit!

Steuermehreinnahmen in "The Länd"
von Team 2020 am 16 Nov. 2021 12:02
Eitle Freude herrscht im Finanzministerium von BW über die Steuermehreinnahmen von 1,9 Mrd. Euro.

Klar, die Preissteigerung führend in Schnitt auch zu nominell höheren Gewinnen und Einnahmen, also zu höheren Steuerabgaben in Wirtschaft und bei den Bürgern.

Die Inflation trifft bei den Ausgaben aber auch den Landeshaushalt. Bei den Investivausgaben, z.B. sind die Preissteigerungen in der Baubranche wesentlich höher als die durchschnittliche Preissteigerungsrate von rd. 5%.

Kaufkraftmäßig grob geschätzt dürfte das fast ein Nullsummenspiel sein. Die Spielräume für zusätzliche Ausgaben sind praktisch deshalb wohl kaum vorhanden. Die Erwartung wird hier zu hoch gehängt.

HomePage Steuermehreinnahmen in "The Länd"

Geplanter Hochwasserschutz in Magstadt
von traxl am 28 Sep. 2021 18:28
Ein zentraler Baustein soll die ökologische Verbesserung des Planbachs in der Ortsmitte werden, so die Vorstellung einer Bürgergruppe. In der Vergangenheit wurde dieses Thema schon behandelt. Seinerzeit wurde betont, "die Flächen müssten eben nach einer Überschwemmung gereinigt werden." Es ist natürlich unüblich, solche Flächen in der Ortsmitte in einer Bebauung anzulegen, zumal dafür auch eine etwas tiefer liegende Spielwiese des Kindergartens Brunnenstraße miteinbezogen werden soll.

Wie eine Spielwiese gereinigt wird, blieb schon seinerzeit ein Geheimnis. Die übrigen Zugangsflächen (Treppen, Zugänge und Überflutungsflächen, die neue Aufenthaltsqualität) müssten nach einer Überschwemmung ebenfalls gereinigt werden. Inwieweit diese Flächen überhaupt eine wesentliche Entlastung bringen können, ist ungewiss. Über die Jahre beschäftigten sich drei verschiedene Gutachten damit. Abweichungen in den Ergebnissen waren vorhanden, was in der Natur der Sache liegt. Schließlich wird mit Annahmen gearbeitet.

Was nicht Annahmen unterliegt, ist die Problematik mit der Hygiene einer solchen Planung, besonders, wenn aus einer nicht leistungsfähigen Kanalisation sich Niederschlagswasser mit Abwasser vermischt und entsprechende Rückstände hinterlässt.

RE: Geplanter Hochwasserschutz in Magstadt
von Team 2020 am 02 Oct. 2021 03:00
Magstadter Mitteilungsblatt vom 23.09.2021, Hochwasserschutz

Hier heißt es u.a.:
„Wichtig ist es hierbei, dass jeder Eigentümer seine bestehende Vorsichtsmaßnahme, wie Rückstauklappen, pflegt und wartet, und weitere Vorkehrungen prüft.“

Nun, die Bebauung in dem Hochwasserrisikogebiet am Planbach ist zum Teil deutlich mehr als 5 Jahrzehnte alt. Zur damaligen Zeit gab es die Probleme in der heutigen Form nicht. Die Kanalisation, geplant in der Vorkriegszeit für etwa 4000 Einwohner, erfüllte seinerzeit ihre Anforderungen. Heute hat Magstadt mehr als doppelt so viele Einwohner und mehr Starkregen mit Hochwasser. Die Gemeinde hat die Bebauung seitdem aber ständig ausgeweitet, die Kapazität der Kanalisation dem Bedarf aber nicht sachgerecht angepasst. Jetzt sollen die Eigentümer der Häuser diesen Mangel und die Versäumnisse beheben.

Je nach Voraussetzung bei den einzelnen Objekten können hier Kosten für Rückstausicherungen zwischen Euro 2.000 bis 20.000 anfallen. Für viele Hausbesitzer Kosten, die sie nicht aufbringen können. Diese Generation im Ruhestand verfügt in der Regel nicht über solche finanziellen Möglichkeiten für eine Nachrüstung. Stellt sich auch zusätzlich die Frage nach der sachgerechten Verwendung der Erschließungsbeiträge, die Hausbesitzer beim Bau ihrer Häuser einmal gezahlt haben.

Fragen über Fragen. So locker, wie die Dinge in dem Beitrag geschildert werden, sind diese leider nicht. Wenn schon solche Versäumnisse bei der Bebauungsplanung der Gemeinde vorhanden sind, sollte sich die Gemeinde auch an den Kosten einer Nachrüstung für solche „Vorsichtsmaßnahmen“ maßgeblich beteiligen.

RE: Geplanter Hochwasserschutz in Magstadt
von Team 2020 am 11 Nov. 2021 10:42
Hochwasserschutz geht auch ohne Osttangente! Alles nur Fakes die da vorgeschoben werden.

Link unten!

HomePage Förderung Hochwasserschutz

RE: Hochwasserschutz in Magstadt
von Team 2020 am 05 Oct. 2021 22:37
Wie Hochwasserschutz in Magstadt aussieht, ist am Ende der Gottlieb-Daimler-Straße zur Südtangente zu sehen. Das dortige Retentionsbecken ist in keinem guten Zustand. Ob es so seinen Zweck erfüllen kann? Vermutlich wird die Gemeinde argumentieren, das sei Aufgabe des Landes und falle nicht in ihre Zuständigkeit oder das Becken erfüllte trotzdem seinen Zweck.

Hochwasser richtet sich leider nicht nach Zuständigkeiten und das Becken liegt auf Gemeindegebiet. Also Grund genug, sich darum zu kümmern.

Verschiedene Beiträge aus der letzten Zeit im Magstadter Mitteilungsblatt gehen mit ihren Inhalten total an der Realität vorbei.

Die Fotostrecke unten dem Link unten vermittelt Einblicke.

HomePage Hochwasserschutz

RE: Hochwasserschutz in Magstadt
von Team 2020 am 17 Oct. 2021 19:59
Wie sich Hochwasserschutz in Magstadt entwickelt, kann an einem praktischen Beispiel unter dem Link unten gesehen werden.

Das lässt erahnen, wie es mit ähnlichen geplanten Projekten in Zukunft aussehen wird.

HomePage Retentsionsbecken 2015 und 2021
https://www.buergerforum-magstadt.de/Infos64.html

Lärmschutz stärker berücksichtigen
von Team 2020 am 10 Nov. 2021 10:52

Umgebungslärmrichtlinie
Mit der Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG hat die Europäische Union einen wichtigen Schritt hin zu einer umfassenden Regelung der Geräuschimmissionen getan. Die Umgebungslärmrichtlinie befasst sich mit den Geräuschen des Straßen-, Schienen- und Flugverkehrs, in Ballungsräumen auch der darin liegenden Industriegelände.

Siehe auch die Messstation des Bürgerforum-Magstadt unter:

https://laerm.citysensor.de/

>>> Auf der Karte Magstadt ( hellgrüner Kreis ) anklicken!

HomePage Umgebungslärmrichtlinie

RE: Lärmkartierung Gemeinde: Magstadt 2017
von traxl am 10 Nov. 2021 11:50
Es gibt eine sehr grobe Lärmkartierung für Magstadt. Allerdings werden hier nur Werte für Hauptstraßen genannt. Wo die Lärmbelastungen genau liegen, wird nicht aufgeführt. Eine Begründung für den Bau der Osttangente ist das jedenfalls nicht.

Für die Nachtbelastung werden 15 Wohnungen genannt, für die Tagesbelastung 40 Wohnungen.

Ob diese Wohnungen durch den Bau einer Osttangente entlastet werden und wie stark, ist aus dieser Tabelle nicht ersichtlich. Genauso wenig kann dieser Tabelle nicht entnommen werden, welche Wohnungen in Wohngebieten liegen, was erheblich für den einen Anspruch auf Lärmschutz ist.

HomePage Lärmkartierung Magstadt 2017

Umwelt, Corona, Impfung
von Team 2020 am 07 Nov. 2021 22:28
Im weitesten Sinne können auch für den Menschen schädliche Viren, Bakterien und Keime zur Umweltbelastung gerechnet werden. Es sollte für die Menschen aber selbstverständlich sein, sich vor diesen Risiken zu schützen.

Die Debatten in den Medien zeigen zur Corona-Impfung eine tiefe Spaltung in der Meinung der Bürger.

Dazu einige Denkanstöße:

Polio (Kinderlähmung), Pocken, Masern und andere Krankheiten konnten in den Fünfzigerjahren des letzten Jahrhunderts nur durch eine flächendeckende Impfung ausgerottet werden. Es bestand eine Pflicht zur Impfung. Eine solche Pflicht des Gesetzgebers bedingt aber auch eine Haftung des Staates für Kollateralschäden, die durch solche Impfungen auftreten können. Diese waren seinerzeit aber äußerst gering. Bei der Corona-Impfung ist aber nur eine Haftung des Impfstoff-Herstellers gegeben. Der Staat drückt sich vor einer Haftung. Bei den äußerst selten auftretenden bedrohlichen Fällen steht dieses aber in keinem Verhältnis zum Nutzen der Impfung. Bei den bisher schwerwiegenden Fällen waren in der Regel andere Ursachen gegeben.

Medizinisch bedingte Fälle könnten eine Ausnahme zur Impfpflicht bei diesen Personen sein. Die bisher erfolgten Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie lassen noch viel Luft nach oben.

LKW bleibt an Eisenbahnbrücke in Schafhauser Str. stecken
von Team 2020 am 26 Oct. 2021 15:03
Nach einer etwas längeren Pause war es am Freitag, 22.10., wieder einmal soweit. Ein Lastwagen blieb in der Unterführung stecken.

Die schon von mehreren Seiten angeregt Höhendurchfahrtskontrolle am Kreisverkehr der Schafhauser Straße wurde vom Landratsamt Böblingen abgelehnt. Stehe das Fahrzeug erst einmal in der Ausfahrt am Kreisverkehr, sei eine Wendemöglichkeit nicht mehr gegeben. Dasselbe gilt wohl auch für die vom Ort ausfahrenden Fahrzeuge. Ein paar Meter Rückwärtsfahren mit der gebotenen Vorsicht kommt wahrscheinlich nicht infrage. Dafür kracht es dann halt ordentlich an der Eisenbahnbrücke.

HomePage LKW bleibt an Eisenbahnbrücke in Schafhauser Str. stecken

Bodenrichtwerte in Magstadt
von Team 2020 am 26 Oct. 2021 12:12

Weiter mit Link.

Bedienung der Bodenrichtwertkarte:

Nutzungsbedingungen akzeptieren.
Auf der Karte suchen anklicken.
Mit Scrollrad der Maus zoomen.
Linke Maustaste gedrückt halten und Karte
verschieben bis Magstadt sichtbar wird.
Auf Magstadt klicken.
Bodenrichtwerte erscheinen.

Je nach Hardwareausstattung des PC’s, können
auch andere Bedienungsschritte nötig sein.

HomePage Bodenrichtwerte in Magstadt

Warnung vor CO2-Alleingang
von Team 2020 am 26 Oct. 2021 11:37
Wir sind eine offene Gesellschaft. Es gibt viele Alternativen den CO2-Ausstoß zu verringern, die sich außerdem noch schneller und kostensparender umsetzen lassen. Die jetzt geplanten Maßnahmen sind teuer und kostspielig!

Weiter mit dem Link.

Die auf dem Foto zu sehenden Kühltürme stoßen übrigens nur reiner Wasserdampf aus, also keine Schadstoffe.

HomePage Warnung vor CO2-Alleingang


Götterdämmerung in der Mobilität
von Team 2020 am 22 Oct. 2021 12:27
Götterdämmerung, jetzt auch in der Politik. Es scheint, langsam auch die Erkenntnis Platz zu greifen, dass nicht nur batteriegetriebene Autos den CO2-Gehalt reduzieren können, was unter den aktuellen Verhältnissen sowieso fragwürdig ist. Mit Alternativen werden auch riesige Investitionen in den Fahrzeugbestand unseres Landes geschützt, was auch durch die sinnvolle Weiternutzung klimaschonend wirkt. Woher die benötigten Strommengen für diese Umstellung auf eine reine Stromwirtschaft kommen sollen, ist ebenfalls noch offen. In Deutschland mit Windkraft und Solar erzeugter Strom, wird diese Umstellung nicht leisten können. Sind ausländische Strombezugsquellen immer klimaschonend?

Auszug aus:

Baden-Württemberg.de: Der Newsletter der Landesregierung vom 20. Oktober 2021

In einer Landtagsdebatte um erneuerbar erzeugte Kraftstoffe (reFuels) hat Verkehrsminister Winfried Hermann am Mittwoch, 20. Oktober, auf mehr Tempo bei der Umsetzung von reFuel-Projekten im industriellen Maßstab gedrängt und eine schnellere Bereitstellung von Fördermitteln gefordert. „Zum Erreichen der ambitionierteren Klimaziele im Land, beim Bund, bei der EU brauchen wir reFuels, dringend und sehr zeitnah. Diese Kraftstoffe sind im reFuels-Projekt am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) bereits ausreichend erforscht. Sie sind in der praktischen Anwendung erprobt. Wir müssen aus dem Forschungsmaßstab in die industrielle Massenproduktion. Fachleute nennen das Hochskalierung.“

Weiter mit Infos unter dem nachfolgenden Link. Video anklicken!
HomePage KIT Refuels

Geplanter Hochwasserschutz in Magstadt
von traxl am 28 Sep. 2021 18:28
Ein zentraler Baustein soll die ökologische Verbesserung des Planbachs in der Ortsmitte werden, so die Vorstellung einer Bürgergruppe. In der Vergangenheit wurde dieses Thema schon behandelt. Seinerzeit wurde betont, "die Flächen müssten eben nach einer Überschwemmung gereinigt werden." Es ist natürlich unüblich, solche Flächen in der Ortsmitte in einer Bebauung anzulegen, zumal dafür auch eine etwas tiefer liegende Spielwiese des Kindergartens Brunnenstraße miteinbezogen werden soll.

Wie eine Spielwiese gereinigt wird, blieb schon seinerzeit ein Geheimnis. Die übrigen Zugangsflächen (Treppen, Zugänge und Überflutungsflächen, die neue Aufenthaltsqualität) müssten nach einer Überschwemmung ebenfalls gereinigt werden. Inwieweit diese Flächen überhaupt eine wesentliche Entlastung bringen können, ist ungewiss. Über die Jahre beschäftigten sich drei verschiedene Gutachten damit. Abweichungen in den Ergebnissen waren vorhanden, was in der Natur der Sache liegt. Schließlich wird mit Annahmen gearbeitet.

Was nicht Annahmen unterliegt, ist die Problematik mit der Hygiene einer solchen Planung, besonders, wenn aus einer nicht leistungsfähigen Kanalisation sich Niederschlagswasser mit Abwasser vermischt und entsprechende Rückstände hinterlässt.

RE: Geplanter Hochwasserschutz in Magstadt
von Team 2020 am 02 Oct. 2021 03:00
Magstadter Mitteilungsblatt vom 23.09.2021, Hochwasserschutz

Hier heißt es u.a.:

„Wichtig ist es hierbei, dass jeder Eigentümer seine bestehende Vorsichtsmaßnahme, wie Rückstauklappen, pflegt und wartet, und weitere Vorkehrungen prüft.“

Nun, die Bebauung in dem Hochwasserrisikogebiet am Planbach ist zum Teil deutlich mehr als 5 Jahrzehnte alt. Zur damaligen Zeit gab es die Probleme in der heutigen Form nicht. Die Kanalisation, geplant in der Vorkriegszeit für etwa 4000 Einwohner, erfüllte seinerzeit ihre Anforderungen. Heute hat Magstadt mehr als doppelt so viele Einwohner und mehr Starkregen mit Hochwasser. Die Gemeinde hat die Bebauung seitdem aber ständig ausgeweitet, die Kapazität der Kanalisation dem Bedarf aber nicht sachgerecht angepasst. Jetzt sollen die Eigentümer der Häuser diesen Mangel und die Versäumnisse beheben.

Je nach Voraussetzung bei den einzelnen Objekten können hier Kosten für Rückstausicherungen zwischen Euro 2.000 bis 20.000 anfallen. Für viele Hausbesitzer Kosten, die sie nicht aufbringen können. Diese Generation im Ruhestand verfügt in der Regel nicht über solche finanziellen Möglichkeiten für eine Nachrüstung. Stellt sich auch zusätzlich die Frage nach der sachgerechten Verwendung der Erschließungsbeiträge, die Hausbesitzer beim Bau ihrer Häuser einmal gezahlt haben.

Fragen über Fragen. So locker, wie die Dinge in dem Beitrag geschildert werden, sind diese leider nicht. Wenn schon solche Versäumnisse bei der Bebauungsplanung der Gemeinde vorhanden sind, sollte sich die Gemeinde auch an den Kosten einer Nachrüstung für solche „Vorsichtsmaßnahmen“ maßgeblich beteiligen.

RE: Hochwasserschutz in Magstadt
von Team 2020 am 05 Oct. 2021 22:37
Wie Hochwasserschutz in Magstadt aussieht, ist am Ende der Gottlieb-Daimler-Straße zur Südtangente zu sehen. Das dortige Retentionsbecken ist in keinem guten Zustand. Ob es so seinen Zweck erfüllen kann? Vermutlich wird die Gemeinde argumentieren, das sei Aufgabe des Landes und falle nicht in ihre Zuständigkeit oder das Becken erfüllte trotzdem seinen Zweck.

Hochwasser richtet sich leider nicht nach Zuständigkeiten und das Becken liegt auf Gemeindegebiet. Also Grund genug, sich darum zu kümmern.

Verschiedene Beiträge aus der letzten Zeit im Magstadter Mitteilungsblatt gehen mit ihren Inhalten total an der Realität vorbei.

Die Fotostrecke unten dem Link unten vermittelt Einblicke.

HomePage Hochwasserschutz

RE: Hochwasserschutz in Magstadt
von Team 2020 am 17 Oct. 2021 19:59
Wie sich Hochwasserschutz in Magstadt entwickelt, kann an einem praktischen Beispiel unter dem Link unten gesehen werden.

Das lässt erahnen, wie es mit ähnlichen geplanten Projekten in Zukunft aussehen wird.

HomePage Retentsionsbecken 2015 und 2021
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Würdevolle Einweihung des Sinti-Denkmals
von Team 2020 am 12 Oct. 2021 17:43
Als letzter Bauabschnitt der Marktplatzrenovierung wurde der kleine Platz unter dem Nordgiebel des Rathauses fertig. Den Münchner Architekten ist es gelungen, zwischen dem Kirchenaufgang und dem Zugang zum Garten zwischen den Kirchenmauern eine beeindruckende Lösung für die Aufstellung der beiden Stelen zu finden, auf denen die Namen der Opfer und ihr Leidensweg im 2. Weltkrieg dokumentiert sind. Bei der Enthüllung des Denkmals wurde in den Reden die Mahnung an die Bürgerschaft gerichtet, stets Sorge dafür zu tragen, dass sich solche Verbrechen nie wieder ereignen dürfen. Die Musikstücke des Reinhard-Ensembles, deren Familien auch Opfer zu beklagen hatten, gaben der Feier auf dem Marktplatz ein ganz besonderes Gepräge.

Im Buch „800 Jahre Magstadt“ des Historikers und Kreisarchivars Dr. Fritz Heimberger, erschienen 1997, wird ab S. 183 über dieses düstere Kapitel der Ortsgeschichte berichtet, auch dass die Rückkehr der Überlebenden in die Gemeinde recht problematisch war. Sie hatten ab den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts in ausrangierten Eisenbahnwagen gewohnt. Die standen in den Wiesen im Erschel gegenüber des heutigen Vereinsheims der Hundefreunde. Bei dem großen Wohnungsmangel, der durch die Zerstörungen im Bombenkrieg und nach der Ankunft der vielen Heimatvertriebenen im Ort entstanden war, fanden sie über Jahre hinweg eine Unterkunft in dem Haag-Acker südwestlich des Bahnhofs. Dort waren während des Krieges Ostarbeiterinnen untergebracht, die in einem nahen Rüstungsbetrieb gearbeitet haben. Diese Baracken begannen in Lauf der Jahre zu verfallen. Erst im Laufe zweier Jahrzehnte gelang es, die Sinti im Ort unterzubringen und in der Bevölkerung zu integrieren. Besonders zu erwähnen ist, dass die Fußballabteilung des Magstadter Sportvereins schon viel früher persönliche Bande der jungen Sinti zu der Magstadter Jugend zustande brachte. Allen voran mit Franz Lauster, einer wertvollen Stütze der ersten Mannschaft, der leider schon in jungen Jahren verstorben ist. Mit weiteren Familienmitgliedern war er nicht nur sportlich aktiv, sondern auch bei den Planierungsarbeiten des Rasenplatzes östlich des Vereinsheims. Die wurden von den Sportlern in Eigenarbeit erbracht. Franz hatte dazu auch seinen Lastwagen mitgebracht.

Franz war auch bei einem Ausflug der Fußballer nach Paris in den Sechzigerjahren dabei. Vor einem Fußballspiel im Stadion des Pariser Vororts Villemomble erklangen die deutsche Nationalhymne und die Marseillaise, bevor die Sportler zum Spiel aufliefen. Der Lauster-Franz durfte sich mit seinen Mannschaftskameraden und dem Häuflein der mitgereisten Zuschauer über einen Sieg an diesem sonnigen Tag begeistern.

Hoster für BF-Webseite klimaneutral
von Team 2020 am 07 Oct. 2021 15:46
Der Hoster für die Webseite von Bürgerform Magstadt ist jetzt klimaneutral.

Aufgabe des Bürgerforums Magstadt ist in erster Linie der Umwelt- und Naturschutz mit verwandten Themen. Dazu gehören auch die Aktivitäten im Internetauftritt.

Informationen hierzu, unter dem unten genannten Link.

HomePage Hoster für BF-Webseite klimaneutral

Impfung Covid-19 zusammen mit Grippeimpfung
von Team 2020 am 06 Oct. 2021 12:58
Impfung gegen Grippe gleichzeitig mit COVID-19

Information des Landes Baden-Württemberg.

Weiter mit Link unten!

HomePage Impfung

Geplanter Hochwasserschutz in Magstadt
von traxl am 28 Sep. 2021 18:28
Ein zentraler Baustein soll die ökologische Verbesserung des Planbachs in der Ortsmitte werden, so die Vorstellung einer Bürgergruppe. In der Vergangenheit wurde dieses Thema schon behandelt. Seinerzeit wurde betont, "die Flächen müssten eben nach einer Überschwemmung gereinigt werden." Es ist natürlich unüblich, solche Flächen in der Ortsmitte in einer Bebauung anzulegen, zumal dafür auch eine etwas tiefer liegende Spielwiese des Kindergartens Brunnenstraße miteinbezogen werden soll.

Wie eine Spielwiese gereinigt wird, blieb schon seinerzeit ein Geheimnis. Die übrigen Zugangsflächen (Treppen, Zugänge und Überflutungsflächen, die neue Aufenthaltsqualität) müssten nach einer Überschwemmung ebenfalls gereinigt werden. Inwieweit diese Flächen überhaupt eine wesentliche Entlastung bringen können, ist ungewiss. Über die Jahre beschäftigten sich drei verschiedene Gutachten damit. Abweichungen in den Ergebnissen waren vorhanden, was in der Natur der Sache liegt. Schließlich wird mit Annahmen gearbeitet.

Was nicht Annahmen unterliegt, ist die Problematik mit der Hygiene einer solchen Planung, besonders, wenn aus einer nicht leistungsfähigen Kanalisation sich Niederschlagswasser mit Abwasser vermischt und entsprechende Rückstände hinterlässt.

RE: Hochwasserschutz in Magstadt
von Team 2020 am 05 Oct. 2021 22:37
Wie Hochwasserschutz in Magstadt aussieht, ist am Ende der Gottlieb-Daimler-Straße zur Südtangente zu sehen. Das dortige Retentionsbecken ist in keinem guten Zustand. Ob es so seinen Zweck erfüllen kann? Vermutlich wird die Gemeinde argumentieren, das sei Aufgabe des Landes und falle nicht in ihre Zuständigkeit oder das Becken erfüllte trotzdem seinen Zweck.

Hochwasser richtet sich leider nicht nach Zuständigkeiten und das Becken liegt auf Gemeindegebiet. Also Grund genug, sich darum zu kümmern.

Verschiedene Beiträge aus der letzten Zeit im Magstadter Mitteilungsblatt gehen mit ihren Inhalten total an der Realität vorbei.

Die Fotostrecke unten dem Link unten vermittelt Einblicke.

HomePage Hochwasserschutz

Distelstechen im Kreisverkehr Buchen
von Team 2020 am 28 Sep. 2021 14:40
Der Kreisverkehr unterhalb des Sportgeländes ist zu einer stacheligen Angelegenheit für die Magstadter geworden. Dieser ist Teil des „Magstadter Verkehrskonzepts“, soll darum östlich des Gollenbergs noch einen Zwilling bekommen. Über ihn soll das größte Magstadter Gewerbegebiet im Hölzertal umgepolt werden.

Anstatt wie bisher schnurgerade und flach auf der Hölzertalstraße nach 19 Kilometern ins Stuttgarter Zentrum zu kommen, sollen die Magstadter auf einem 1,5 Kilometer langen Umweg über Berg und Tal und vier Kreisverkehre über Sindelfingen in die Landeshauptstadt gelangen. Seit der Inbetriebnahme der Südtangente auf der Strecke vom Steinbruch NSN zur Baustelle Stuttgart 21 ist hier nichts mehr passiert.

Das hat verschiedene Gründe. Der Erfinder des „Magstadter Verkehrskonzepts“, der Renninger Bürgermeister und spätere Landrat Bernhard Maier, hat die Forderung des Erhalts der Hölzertalstraße, im Magstadter Bürgerentscheid 2008 beschlossen, mit seinem Magstadter Geh-her-da Dr. Hans-Ulrich Merz nach einer Schamfrist von drei Jahren aufgehoben. Nachdem er seinen Steinbruch NSN mit einer Direttissima nach Stuttgart bedient hatte, verlor Maier jegliches Interesse an der Osttangente. Der Planer TTK gab den Auftrag für die Ostumfahrung an die Gemeinde zurück.

Erwartungsgemäß hat Merz es aber nicht geschafft, genehmigungsreife Planunterlagen für die Osttangente vorzulegen. Nach einer Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht Mannheim wurden sie abgelehnt. Auch gegen die erneute Planung liegen vor allem wegen der zunehmenden Hochwassergefahr schwere Bedenken vor, vor deren Prüfung Bürgermeister Glock, seit 2019 im Amt, jetzt steht. Damit werden die Widersprüchlichkeiten im gesamten, bald 20jährigen Planungsprozess wieder aufleben.

Für die Beschädigung des Landschaftsschutzgebietes Glemswald durch die Osttangente war als Ausgleichsmaßnahme die Schließung der Hölzertalstraße L 1189 verlangt worden. Das Verwaltungsgericht Stuttgart bestätigte ausdrücklich, der Ausgleich von 800 Metern Osttangente durch 4,5 Kilometer Hölzertalstraße sei nicht unangemessen, sondern ausgewogen. Die Debatte darüber ging in der Gemeinde und im Gemeinderat weiter. Bürgermeister Merz hat die Zweifel schließlich selber bestätigt, denn im Alleingang trat er die Hölzertalstraße als Ausgleichsmaßnahme dem Regierungspräsidium ab. Sie musste für die Verbreiterung der A 8 zwischen Leonberg und Stuttgart-Vaihingen (6,5 km lang) herhalten. Das Regierungspräsidium hatte keine Alternative zur Hölzertalstraße.

Diese sonderbare Umwandlung des Ausgleichswerts einer Maßnahme dürfte den Landesbehörden nicht geheuer gewesen sein. Darum schritten sie zu einer weiteren Umwandlung, nämlich des Schutzgebietes Glemswald. Es bekam eine neue Grenze weiter östlich, sodass die Osttangente den Makel verlor, mit dem Eingriff in ein Schutzgebiet ein Frevel an der Natur zu sein. Nach der heutigen Rechtslage wären also die so lange umstrittenen Ausgleichsmaßnahmen in keiner Phase der Planung notwendig gewesen.

RE: Distelstechen im Kreisverkehr Buchen
von Team 2020 am 29 Sep. 2021 09:04
Ja, der Kreisverkehr unterhalb des Sportgeländes war Teil des Magstadter Verkehrskonzepts, Anfang der zum Glück nicht realisierten Osttangente. Auf seinem Hügel machen sich Distelstauden breit, trauriges Relikt einer Magstadt schwer schädigenden Fehlplanung. Sie beraubt uns unserer letzten Gewerbeflächen an der B 464 (Schafhauser Straße) und unserer besten Wohnlagen an der S 60 südlich des Bahnhofs, eine Bodenentwertung um zig Millionen Euro!

Was lag da näher, als den Verkehrsknoten wenigstens künstlerisch zu gestalten. In einem Aufruf an die Bürger bat Bürgermeister Glock im Vorjahr um Verschönerungsvorschläge. Sollte es Blumenschmuck oder etwas Figürliches werden? Beides könnte vom etwas peinlichen und voreiligen Verkehrsschild "Gewerbegebiet Ost" mit seinen roten Durchstreichbalken ablenken.

Geschehen ist seither nichts. Das Unkraut wuchert mit Macht. Die weißen Samenstände der Disteln treibt der Wind über die Sommerhalde. Die Landwirte sprühen dann halt mehr Glyphosat. Früher wäre man mit Distelstechen ans Werk gegangen. Dazu fehlen heute die Stecken mit ihren Stahlspitzen und wie so oft das Personal.

ACHTUNG! Enterokokken im Magstadter Leitungswasser!
von Team 2020 am 19 Sep. 2021 10:35
Diese Warnung wurde im aktuellen Magstadter Mitteilungsblatt und durch einen Lautsprecherwagen im Ort verbreitet. „Der Sindelfinger Hochbehälter Rheinstraße (am Döffinger Holz) hat einen solchen Bakterienbefund ergeben“, schreibt der Böblinger Bote.

Im Bürgerforum Magstadt wird seit Jahren eine Wassernotversorgung aus eigener Quelle im eigenen, vor Jahren stillgelegten Reservoir auf dem Gollenberg gefordert.

Anstatt Tag und Nacht Bodenseewasser vom Brunnentrog auf dem unteren in den Marktbrunnen auf dem oberen Marktplatz zu pumpen, um die etwas abstrakt geratene Plätscherrinne unter der Kirchhofmauer am Laufen zu halten, wäre es dringend erforderlich gewesen, vom Tiefbrunnen in den Hutwiesen wieder Wasser in das Reservoir auf dem Gollenberg zu pumpen. Dieses fasst 1100 Kubikmeter Trinkwasser. Sein etwas hoher Härtegrad ist für eine zeitlich begrenzte Nutzung unbedenklich.

Ex-Bürgermeister Dr. Merz wollte den Hochbehälter anfänglich abbrechen lassen und auf dem Naturdenkmal Gollenberg Wohnhäuser bauen. Das scheiterte an den Behörden. In seiner Amtszeit wurden die unterirdischen Stahlbetonkammern schließlich zweckentfremdet, zum Abhängen der von seinen Jagdgenossen erlegten Rehe und W i l d s c h w e i n e missbraucht. Sollte dies zu hygienischen Problemen führen, bleibt zu prüfen, ob der Gemeinderat diesem Missgriff damals zugestimmt hat.

Die Kosten der wieder in Betrieb genommenen Eigenversorgung dürften sich in engen Grenzen halten, denn die Wasserleitung zum Gollenberg wurde vor einigen Jahrzehnten durch eine Kunststoffleitung ersetzt.

Lesen Sie dazu im Bürgerforum auch:

Plädoyer für Erhalt der Notwasserversorgung (11. Oktober 2007)

Vorhängle am Wasserreservoir (23. Februar 2013)

Bodenseewasser reicht nicht für die Region (23. August 2020)

Ein Bachlauf vor der Kirchenmauer – ist das vorrangig in der finanzschwachen Gemeinde Magstadt? (12. März 2021)

Hochwasserrückhaltebecken an der Südtangente?
von Team 2020 am 09 Sep. 2021 20:15

Die genannten Aufnahmebecken an der Südtangente bestehen aus Mulden, Retentionsflächen, und Retentionsteichen. Die Ausnahmekapazität reicht von wenigen cm3 bis rund 600 cm3. In dem Erläuterungsbericht zur Auslegung finden sich Bemerkungen wie:

"Entlastung der Becken erfolgt durch Überströmen der Dämme."

... fließen über sehr lange Strecken über Böschungen und Mulden. Hier kann auf der Strecke schon mit einer guten „Absetzung“ gerechnet werden.

Da die direkte Ableitung aus den neu versiegelten Flächen die Hochwassersituation im Ort weiter verschärfen würde, ist eine Retention mit gedrosseltem Ablauf oder nach Möglichkeit eine Versickerung vorgesehen.

Wasser aus Außengebieten soll weitestgehend nicht den Retentions- oder Versickerungsanlagen zugeleitet werden. Zur Ableitung dieses Wassers werden zusätzliche Mulden angelegt, die wiederum direkt in die Vorflutgräben (Vorfluter ist Erbbach) einmünden.

Nach dem vorliegenden geologischen Gutachten und Versickerungsversuchen im Abschnitt 5 (Verlängerung der bestehenden Gottlieb-Daimler-Straße) besteht die Möglichkeit, das anfallende Wasser von den Verkehrsflächen an dieser Stelle zu versickern. In den übrigen Abschnitten kommt nur die Retention in Betracht. Die Ablaufwassermenge aus den Retentionsteichen mit 8 l/s, ha entspricht der Wassermenge, die aus dem natürlichen Einzugsgebiet anfallen würde.

Im Untergrund befindet sich schon nach 1-3 Metern eine Lehmschicht, die Versickerungen praktisch nicht mehr zulässt. Wenn es dann zu Überläufen kommt, landet das Wasser schließlich auf der Straße und in den Flächen zum Erbach, über den es dann der Kanalisation zugeführt wird. Auf asphaltierten Straßen bewegt sich Niederschlagswasser entsprechend schneller, mit kleinräumigen Maßnahmen lässt sich da nur sehr kurfristig etwas ausrichten.

Anhand der immer wieder aufgetretenen Überschwemmungen an der Südtangente wird das auch durch die Praxis bestätigt. Die ganze Planung wurde mit sehr heißer Nadel gestrickt.

Exkursionen von der ehemaligen Sindelfinger in die wohl zukünftige Kreisdeponie nach Magstadt
von Team 2020 am 09 Sep. 2021 18:57
Pressemeldungen zufolge können die Bürger am Sonntag, 19. September 2021, „einen Blick hinter die Kulissen des Abfallwirtschaftsbetriebs des Landkreises Böblingen“ werfen, eingeladen wird dazu auf die ehemalige Kreismülldeponie Sindelfingen an der Leonberger Straße.

Dazu gibt es eine Vorgeschichte. Das Landratsamt muss die verfüllte Sindelfinger Deponie schließen und sucht seit Jahren nach Möglichkeiten, jährlich 44 000 Tonnen Müll und 250 000 Tonnen Bauschutt und Erdaushub zu entsorgen. Der Sindelfinger OB Vöhringer (CDU) jedenfalls will in seinem großen Stadtwald nichts mehr abladen lassen. Er und Landrat Roland Bernhard sind deswegen hart aneinandergeraten. Der Landrat entschuldigte seine bisher vergebliche Suche mit dem deutlichen Hinweis, „jeder wisse auch, dass eine Deponie vor der eigenen Haustüre unerwünscht sei. Das gilt seiner Meinung nach gleichermaßen für die Steinbruch-Lösung“. Die möglichen Standorte wurden von einer Findungskommission seither untersucht. Von fünf Muschelkalksteinbrüchen blieben schließlich die Standorte Ehningen, Darmsheim und Magstadt übrig.

Aber das Regierungspräsidium warnte vor einer Steinbruchdeponie aus mehreren Gründen: „Nur mit komplizierten Bauten lasse sich das Gelände abdichten und stützen. In der Regel sei es schwierig, Schadstoffe mit Abdichtungen zurückzuhalten.“

Der Kreisrat wollte darum auf die Steinbruchlösung verzichten. Aber der Sindelfinger Stadtrat Arnold (CDU) mochte dem nicht folgen. Darauf machte Landratsvize Martin Wuttke „einen Vorschlag zur Güte“. Statt eine vertiefte Prüfung fortzusetzen, will er mit den drei privaten Steinbruchbetrieben Baresel (Ehningen), Natursteinwerke Nordschwarzwald (Magstadt) und Schäfer Naturstein (Darmsheim) in Verhandlung treten. Im Frühjahr 2020 wolle man Klarheit haben.

Wie zu erwarten wurde Stadtrat Arnold von Kreisrätin Berroth (FDP) aus Renningen unterstützt. Der Steinbruch NSN ist ihr als früherer Renninger Stadträtin wohlbekannt. Sie weiß, dass man den Magstadtern besonders dort leicht etwas aufschwatzen kann.

Beim Amtsantritt des jungen Magstadter Bürgermeisters Florian Glock (FDP) hat sich zudem auch Landrat Bernhard angeboten, dem Neuling bei Schwierigkeiten gern behilflich zu sein. Der Steinbruch NSN bleibt als Favorit im Rennen. Schließlich führt die Exkursion am Sonntag, 19. September, von der ehemaligen Deponie aus nach Magstadt, nicht nach Ehningen oder Darmsheim.

Verdammt nochmal!
von Team 2020 am 01 Sep. 2021 23:12
Die Gemeinderatssitzung vor dem Bürgerentscheid am 2. März 2008 hatte es in sich. Bürgermeister Dr. Merz gab bekannt, dass 75 der von seinen Anhängern gestohlenen Wahlplakate der Fraktion “Bürger für Magstadt“ (BfM) „wieder aufgetaucht“ seien. Sofort versuchte er in einer Art Vorwärtsverteidigung diese schmähliche Untat zu bagatellisieren. Der Fraktionsvorsitzende der BfM Wilfried Kreß verwahrte sich gegen falsche Unterstellungen des Vereins „Lebens-Wertes- Magstadt“ und gegen falsche Vorwürfe gegen den CDU-Fraktionschef Armin Strecker und die Grüne Iris Wohlfeil.

Das Bürgerforum Magstadt hatte den Straßendamm für die Osttangente südlich der Hutwiesenstraße kritisiert. „Anhang einer Folie erläuterte Merz, dass von einem Damm im gesamten Bereich keine Rede sein könne.“ (Böblinger Kreiszeitung). Er verbat sich erzürnt, solche Falschmeldungen im Magstadter Mitteilungsblatt vom 27. Februar 2008 zu verbreiten.

Trotz dem massiven Druck, den Merz zur Schließung der Hölzertalstraße aufgebaut hatte, stimmte die Mehrheit der Magstadter Bürger für deren Erhalt.

Es ist erstaunlich, anmaßend und falsch, wenn unter solchen Umständen die seit kurzem wieder als 1. stellvertretende Bürgermeisterin amtierende Brigitte Armbruster (FWV) heute erklärt, nur der Damm der ortsnahen Osttangente könne Magstadt vor zukünftigen Hochwasserkatastrophen retten. Dessen Höhe ist wegen der Bebauung an der Hutwiesenstraße auf etwa zwei Meter begrenzt. Er kann nach Angaben der Landschaftsarchitekten Geitz & Partner 15 000 Kubikmeter Wasser aufnehmen. Die restlichen 45 000 Kubikmeter, die dort anfallen, sollen in einer ökologischen Ausweitung des Planbachs im Innenort verstrudelt werden. An der Einmündung der Plan- in die Neue Stuttgarter Straße stellt sich also zwangsläufig die befürchtete Hochwasserkatastrophe ein. Nur mit einem Hochwasserdamm oberhalb des Gewerbegebiets Hölzertal lässt sich diese vermeiden.

Merz wollte nach seinem Amtsantritt 2002 in Magstadt alles anders und besser machen als seine Vorgänger. Das meiste hat er falsch gemacht. Aber er wurde vom Landratsamt unterstützt. Das konnte trotz großer Anstrengungen der Opposition im Gemeinderat darum nicht verhindert werden.

So wie Merz 2008 getönt hat, dass „von einem Damm im gesamten Bereich der Osttangente keine Rede sein könne“, hat ja auch Walter Ulbricht am 15. Juni 1961 verkündet: “Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“

Es ist anders gekommen und das dürfen, verdammt nochmal, auch die Magstadter weiter hoffen.

Hochwasserkatastrophe (4)
von Team 2020 am 30 Aug. 2021 17:22
Nachdem Brigitte Armbruster im Handstreich wieder 1. stellvertretende Bürgermeisterin wurde, bläst die Kampfgruppe Merz wieder zur Attacke. Dieses Mal geht es um die drohende Hochwasserkatastrophe. Armbruster hat schon vor Monaten wissen lassen, dass diese nur mit dem Bau der Osttangente, der Erweiterung des Gewerbegebiets ins Hölzertal (Discounter) und einer Wohnsiedlung am Nordhang des Gollenbergs vermieden werden könne. Das führt zu einer hohen zusätzlichen Belastung des bereits vierfach überlasteten Planbachs. Zusätzlich sollen noch die Abwässer vom Sportgelände „Buchen“ vom Erbach- in das Planbachtal umgeleitet werden. Es sind also unsinnige Argumente.

Der Bürgermeisterverein Lebens-Wertes-Magstadt veröffentlicht dazu im amtlichen Mitteilungsblatt schon die dritte Folge einer ausschweifenden Erzählung.

Der 1. Vorsitzende Dieter Beuter hat damit keine Probleme. Er fühlt sich als sachverständiger Hydrologe und Wasserbauingineur. So gab er sich auch im Jahr 2010 als erfahrener Ortshistoriker. In das Manuskript seines Vortrags hat er über die Hälfte des Textes als Plagiat aus Dr. Fritz Heimbergers Buch „800 Jahre Magstadt“ entnommen. Das hat ihn nicht daran gehindert, gleichzeitig mit Bürgermeister Merz „900 Jahre Magstadt“ zu feiern. Warum soll es ihm also nicht gelingen, einen Starkregen im Magstadter Lettenboden hinterm Gollenberg versickern zu lassen oder bergaufwärts ins Hölzertal laufen zu lassen?

Das Besondere an seinen Hochwasserzählungen hatte ihm Brigitte Armbruster bereits vor Wochen vorgekaut: An der Magstadter Hochwassermisere sind die Bürger schuldig, „ohne sie geht gar nichts“. Das ist das Ende vom Lied in allen seinen Artikeln. Die vom Wasserwirtschaftsamt geforderte Erweiterung der Kanalisation und der Bäche waren nie ein Thema im Gemeinderat, auch nicht im Verein Lebens-Wertes Magstadt. Erst nach den Überschwemmungen 2013 wurde der Ernst der Lage öffentlich. Das Wasserwirtschaftsamt des Landratsamtes Böblingen legte darum 2014 bereits die Magstadter Hochwasserrisikogefahrenkarte vor. Merz ließ auf Anfrage wissen, dass er keine Verbesserung und Ausweitung der Kanalisation vorhabe. Die Landschaftsarchitekten Geitz & Partner legten aber eine Planung mit drei innerörtlichen, offenen Erdbecken vor, die als billige Hochwasser-Rückhaltebecken (HRB) funktionieren sollten. Eines liegt in der Nähe des Bahnhofes oberhalb des Gleiskörpers der S 60. Das zweite, gefasst mit Stahlspundwänden und einer Stahlbetonwand zwischen Erbach- und Gottlieb-Daimler-Straße. Das dritte liegt in der Hutwiesenstraße am Planbach. Was dieses von den 60 000 Kubikmetern Wassermengen im Hölzertal nicht auffangen kann, soll in einer „ökologischen Ausweitung des Planbachs“ an der unteren Planstraße und hinter dem Kindergarten „Brunnenstraße“ auf einem erst noch anzulegenden Spielplatz nördlich vom Kindergarten verstrudelt werden. Es sind 45 000 Kubikmeter. Da werden in der Nachbarschaft nicht nur die Keller volllaufen, sondern der ganze Kinderspielplatz droht den Bach runter zu gehen.

Im Landkreis Böblingen sind 16 Hochwasserrückhaltebecken (HRB) als offene Erdbecken aufgelistet. Alle liegen außerhalb der Siedlungen. In Ehningen wird demnächst ein HRB oberhalb der A 81 im Würmtal begonnen. Kosten: 3,1 Millionen Euro. Es ist klar, Hochwasserschutz ist teuer. Hilflos steht der neue Bürgermeister Glock in Magstadt vor Planungen und Kostenberechnungen seines Vorgängers. Frau Armbruster und Herr Beuter sollten nicht Magstadter Bürger für eine drohende Magstadter Hochwasserkatastrophe verantwortlich machen, sondern ihren Taktgeber Merz.

Am 7. August stand in der Zeitung: "Ermittlungen gegen Landrat". Nach der Flutkatastrophe im Ahrtal prüfen die Staatsanwälte den Verdacht der fahrlässigen Tötung. Auch in Magstadt hat bei der letzten Katastrophenalarmübung keine Sirene geheult.