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Die Beiträge stellen die Meinung der jeweiligen Verfasser dar.

Daimler-Schelte beim Neujahrsempfang
von Bandarbeiter am 10 Jan. 2008 00:00

Am Rathauseck hing bis zum possenhaften Abgang des „Adlers“ das Banner des B 464 3a-Vereins, vom Bürgermeister aufgehängt oder zumindest unterstützt als Dank für die erste Erlösung vom immer noch durchfahrenden Verkehr.

Bis zum Amtsantritt von Bürgermeister Dr. Merz war es fünf Jahre lang keine Frage, dass die ortsnahe B 464 Magstadt vom Durchgangsverkehr befreien werde.

Am Tag des Heiligen Abend begann jetzt ein neuer Verkehrsverein Lebens-Wertes-Magstadt mit einer Materialschlacht. Ein halbes Dutzend neue Banner fordern eine zweite Erlösung des Ortes, die Schließung der Hölzertalstraße. Sie ist für den Standort Magstadt ein unverzichtbares Markenzeichen: Magstadt bei Stuttgart!

Bürgermeister Merz will die Straßen zum Edeka-Markt, wo 100 zusätzlich Parkplätze im Bau sind, und zum Bahnhof, wo 200 Parkplätze gefordert werden, verengen. Den Magstadtern soll der „Autoteufel“ ausgetrieben werden mit dem Schlachtruf: Die Mehrheit der Magstadter Gemeinderäte macht die Bürger krank. Ärzte und Pfarrer werden zu Hilfe gerufen. Und das in einer Gemeinde, die wie die ganze Region vom Automobil lebt. Der Bürgermeister geißelt den asozialen Daimler. Auf dem Weg zu seinem Amtssitz, dem Rathaus, stellt er sich radelnd zur Schau. Außer Amtes fährt er ins Jagdrevier des örtlichen Jagdpächters mit seinem Kombi, einem Japaner.

Solidarität mit seinen Magstadter Automobilarbeitern, die sein Gehalt und die erhoffte Pension finanzieren, buchstabiert er so:

S ozial
U nmögliches
B enehmen gegenüber
A rbeitern,
R entnern und
U nternehmern

RE: Daimler-Schelte beim Neujahrsempfang
von Gottlieb am 10 Jan. 2008 09:04

Wo bitteschön, soll der Herr Bürgermeister, wenn er zur Jagd fährt, seinen Hund unterbringen. Er kann ihn doch nicht zum Jagen tragen! Ganz abgesehen von der großen "Knarre", stellen Sie sich vor, die geht mitten im Ort los, wenn er die, auf dem Fahrrad fahrend, umgehängt hätte.

RE: Daimler-Schelte beim Neujahrsempfang
von Carl am 10 Jan. 2008 14:34

Die "Daimler-Schelte" des Bürgermeisters passt genau ins Bild, das viele ehemalige Daimlermitarbeiter entlang der zukünftigen Tangenten von ihm haben. Die haben nämlich nicht ihr Leben lang den Buckel krumm gemacht, um sich jetzt im Alter um die Früchte ihrer Arbeit bringen zu lassen, nur weil ein paar Leute im Ort sie glauben machen wollen, die Südosttangente und die Osttangente sei die Lösung allen Verkehrsübels. Jetzt können sie mit einer Wertminderung ihrer Immobilien bis zu 25 Prozent rechnen.

Ist das Nächstenliebe?!!

Vielleicht sollte man unserem Bürgermeister nahe legen, einen Redenschreiber einzustellen, der in Lage ist, im Voraus die Fettnäpfchen zu erahnen, von denen der Schultes bisher so magisch angezogen wurde. Die Finanzierung dieses, sich bestimmt amortisierenden, Mitarbeiters könnte durch Einsparungen von Geldern für überflüssige Verkehrsgutachten gesichert werden.

RE: Daimler-Schelte beim Neujahrsempfang
von Erich am 10 Jan. 2008 15:33

Apropos Gutachten. Vielleicht könnte der Gemeinderat einmal unseren Bürgermeister fragen was an überflüssigen Gutachten in den letzten 5 Jahren erstellt wurde, weil entweder schon frühere Gutachten vorhanden waren, diese Gutachten dann einfach in der Schublade verschwanden, lediglich als Alibi dienten oder das Ergebnis schon vorher feststand. Vermutlich sind die Ausgaben hierfür wie bei einem Eisberg, man sieht nur die kleine Spitze wo aus dem Wasser ragt, der Rest ist unauffällig und gerät über Jahre hinweg in Vergessenheit.

Stillstand bei der Osttangente
von Rolf am 07 Jan. 2008 17:09

Wir können unser Ziel erreichen, wenn wir wissen, wohin wir wollen, so Bürgermeister Dr. Merz bei seinem Neujahrsempfang am 6.1.2008 in der Festhalle in Magstadt (Zitat aus SZ v.7.1.2008).

Gut gebrüllt Löwe, möchte man hier fast sagen. Wer die Entwicklung etwas verfolgt, wird sich kaum über den Stillstand wundern. Dieser Stillstand war quasi vorprogrammiert. Verkehr umverteilen, statt Verkehr von den Wohngebieten fernzuhalten, zeigt deutlich das Dilemma, für welches der Rathauschef selbst verantwortlich ist. Die Sichtweise bei den Betroffenen ist verständlicherweise anders als beim Bürgermeister, der an keiner der beiden Tangenten später wohnen muss. Auch ein Bürgerentscheid dürfte die künftig mehr belasteten Anwohner kaum davon abhalten ihre Interessen wahrzunehmen. Das Spiel mit Dezibelzahlen bringt nur dann etwas, wenn alle Bürger profitieren und niemand benachteiligt wird. Das die Höchstgrenzen für Lärm- und Schadstoffwerte nicht nach den gesundheitlichen Erfordernissen durch den Gesetzgeber festgesetzt werden, sondern nach Kriterien von Belastungen für die öffentlichen Haushalte und nach den Interessen von Wirtschaftslobbyisten, ist ein offenes Geheimnis. Sich trotz inzwischen allgemein bekannter Erkenntnisse auf diese Werte zu berufen, zeigt deutlich wo es langgeht. Eine gesundheitsgefährdende und eine gesunde Lebensweise sind eben verschiedene Dinge, unabhängig von irgendwelchen theoretischen Höchstwerten. Ohne Gesundheit ist alles nichts, lieber Herr Bürgermeister Dr. Merz, da gibt es keinen Verhandlungsspielraum.

RE: Stillstand bei der Osttangente
von Ronja am 08 Jan. 2008 16:34
Die Denkweise dieses Bürgermeisters verblüfft doch immer wieder. Er predigt über Nächstenliebe, schreckt sogar nicht davor zurück, Gemeinderatsmitglieder (diesmal nicht seine eigenen!) einer benachbarten großen Gemeinde zu rüffeln, die ihn gar nichts angehen und vergisst dabei, vor seiner eigenen Tür zu kehren bzw. in den Spiegel zu schauen. Was bewegt diesen Mann, dass er so einseitig seine Politik gegenüber seinen Wählern vertritt. Mit ein bisschen politischem und persönlichem Willen, wäre es schon vor 5 Jahren möglich gewesen, allen im Ort gerecht zu werden. Hätte er nur einmal die Belange der Menschen, von denen er jetzt erwartet, dass sie stillschweigend seinem Willen folgen, ernst genommen, hätten wir diese Zwietracht im Ort jetzt nicht. Auch die Mitbewohner, die jetzt die Leidtragenden seiner Politik sind, haben ein Anrecht darauf, gehört und nicht gleich verunglimpft zu werden.

RE: Stillstand bei der Osttangente
von Ulli am 08 Jan. 2008 20:25
Ist es Nächstenliebe, wenn man Mitbürgern, die sich mit viel Arbeit ein Eigenheim in guter Lage geschaffen haben, jetzt eine Straße vors Häuschen knallt und sie damit beruhigen will, dass der Lärm nicht "gesundheitsgefährdend" wird?

Ist es Nächstenliebe, wenn man - selbst ohne Eigentum - den Eigentümern in zwei heute guten Wohngebieten (zugunsten von Anliegern an Hauptstrassen) ihren Lebensabend vergällt?

Ist es Nächstenliebe, wenn man keine Gelegenheit auslässt, Gemeinderäte "abzuwatschen", egal ob die eigenen, oder die anderer Gemeinden/Städte?

Ist es Nächstenliebe, wenn man seit fünf Jahren behauptet, man wolle das Beste für die Gemeinde, dabei zu keinem Kompromiss fähig ist, und für seine eigenen Ziele sogar in Kauf nimmt, dass sich die Bürger in zwei Lager aufteilen?

Ist das Nächstenliebe, Herr Bürgermeister?
Wenn jemand diesen Begriff "arg Strapaziert", dann wohl sie.

"Wir können unser Ziel erreichen, wenn wir wissen wohin wir wollen!"
Wohin sie wollen ist mir schon lange klar!
(Zitate aus der SZ)


RE: Stillstand bei der Osttangente
von Ronja am 10 Jan. 2008 08:39
"Veräppeln" lassen wir uns nicht, weder im Sommer noch im Winter, weder von bestimmten Gemeinderäten oder dem Feuerwehrkommandanten noch vom Bürgermeister. Wie schreibt das Christkind?
Respekt vor dem Wähler - wann immer es geht,
denn Wahltag ist Zahltag - und da ist’s zu spät!


RE: Stillstand bei der Osttangente
von Richard am 10 Jan. 2008 07:11
Es gibt Gleiche und “Gleichere“. So ist das wohl auch mit der “Nächstenliebe“ des Bürgermeisters gemeint. Die Anwohner der Tangenten müssen sich aber mit solchen Aussprüchen aus dem Munde ihres Bürgermeister doch ziemlich veräppelt vorkommen.


oh je, du fröhliche...
von Chrisch-ti-an am 07 Jan. 2008 11:32

Hen sich do net Zwoi gsuacht ond gfonda? D’r Herr Stier ond d’r Herr Müller vom Vorstand des neien Vereins Lebens-Wertes-Magstadt (Le-We-Ma) hen laut Zeitungsberichten "Zoff" ghet. Die häben so "Hugoles" miteinander doa, dass d’r Herr Stier uff d’r Strecke blieba isch.

En seiner Erklärung zom Stier-Rücktritt woiß d’r Herr Müller, dass seine Gegner sich jetzt d’Händ’ reibat, aber er dät handla. Ond d’r Herr Stier lässt en Zeitung schreiba, er sei "geprügelt" worda. Au Backe. Hoffentlich isch nex Schlemmers passiert. Ärzte ond Pfarrer häb d’r Herr Stier agschieba ond des hätt er net dürfa, weil er es den Herrn Müller nemme hat lesa lassa. I moin, er(d’r Herr Stier) hat au no dia ibrigen Honoratioren vom Flecka total vergessa, zom Beispiel dia Apotheker ond d’Lehrer. Wenn dia jetzt nemlich beleidigt send, kriagt Magstadt vielleicht koi Oschttangente?

Was en dem Briaf wohl drenna gstanda isch? Sollat die Pfarrer die Hölzertalstraße-Offenhaltungs-Befürworter (Hö-Off-Be), wenn dia en d’Kirch wellat, an der Kirchentür wieder hoim schicka oder sollat diaselbigen ( Hö-Off-Bes) sich en Zukunft koi Kranket me leischta kenna?

En d’r Presse stoht au, d’Herr Stier dät net richtig riacha, also er häbe einen falschen Stallgeruch . Woiß vielleicht ebber, was der Verein Lebens-Wertes-Magstadt (Le-We-Ma) fir an Stall isch oder wia mer do riacha muaß? Uff älle Fäll sei laut Presse d’r Herr Müller jetzt "befreit". Wahrscheinlich, weil älle Vereinler wieder s’richtige Gschmäckle hen.

So isch no au wieder!


Da waren’s nur noch zwei ...
von Feldschütz am 07 Jan. 2008 22:31

In der Gemeinderatssitzung vom 4. Dezember 2007 hat Bürgermeister Merz einen solchen Haken geschlagen, dass ihm nur noch sein Duzfreund Walter Steegmüller folgen wollte. Nur diese beiden wollen keinen Bürgerentscheid.

Gemeinderat Walter Steegmüller beschwor im Sitzungssaal Gespenster herauf: „Die Befürworter der offenen Hölzertalstraße können mit viel Geld die Mehrheit der Bevölkerung auf ihre Seite ziehen!“ Besorgt fragte der Lokalreporter Karlheinz Reichert in der Sindelfinger Zeitung: „Wird mit Geld Meinung gemacht?“

Ausgerechnet er stellt diese Frage! Hat er nicht in seiner Zeitung vor dem Heiligen Abend eine Materialschlacht des Vereins Lebens-Wertes-Magstadt mit dicker Schlagzeile und eigenhändigem Foto angekündigt? In wessen Auftrag hat er den Adventsfrieden im Ort gestört?

Der Landwirt Walter Steegmüller sieht sonst keine Gespenster. Er bringt seine Interessen knallhart ins Spiel. Das war der Fall, als ihm der Bürgermeister im Jahr 2004 einen 300 Meter langen Feldweg im Gewann Hohenstein, ohne den Gemeinderat zu fragen, ausbauen ließ. Der Weg führt zu einer schon lange ausgehobenen, aber nicht genehmigten Güllegrube.

Ein weiterer Fall: hinterm Ratberg und in der Sommerhalde vergrößert er durch das Umackern von Feldwegen seine Fluren.

Hat er solches auch mit der Hölzertalstraße vor?

Hinterm Mühlbergle dehnt er auf zufällig zusammengestupften Flurstücken seine „Vereinigten Hüttenwerke“ aus, manchmal länger als genehmigt. Eine schöne Ortseinfahrt und in die Landschaft eingepasste Aussiedlerhöfe sehen anders aus. Da sollte dringend das Komitee von „Unser Ort soll schöner werden“ einmal vorbeischauen.

Leider
von Wort zum Sonntag am 13 Jan. 2008 16:40

Willst du heutzutag gefallen,
mußt du schmeicheln, loben, nicken,
muß dein Beifall laut erschallen,
darf dich kein Gewissen zwicken,
denn die biedre Ehrlichkeit
trägt nicht weit.

Willst du heute was erreichen,
mußt du rennen, rasen, traben,
mußt du bücken, kriechen, schleichen
oder ein Parteibuch haben,
denn die blose Tüchtigkeit
trägt nicht weit.

Willst du heute etwas gelten,
mußt du einen Titel führen.
Kannst du dich mit Doktor melden,
wirst du bald die Wirkung spüren,
weil ein schlichtes Namensschild
nicht viel gilt.

Und das macht ein tüchtig drängeln
mit geübten Ellenbogen.
Rasch mal rempeln, treten, schlängeln,
rasch gelogen und betrogen,
wer viel Geld zusammenrafft,
der hat Kraft.

Deshalb ist die Welt ein Jammer,
und die Menschheit ist zum - Weinen.
Längst gehört sie untern Hammer. -
Doch bei Licht will es mir scheinen,
und da werd ich etwas froh:

Es war immer so!

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